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15.12.2010: "Wo Wasser ist ist auch Leben"! Teil 2

Sportgetränke

Welches Getränk, zu welcher Zeit, vor, während oder nach dem Sport trinken? Lieber gekühlte Getränke zu sich nehmen oder auf Sportdrinks vertrauen? Diese Fragen beschäftigen viele Hobby- und Breitensportler gleichermaßen. Sportalis versucht ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und beleuchtet Vor- und Nachteile spezieller Getränke. Teil 2 der Serie.

 

Durch länger andauernde sportliche Aktivitäten verliert der Körper Wasser und Elektrolyte in Form von Schweiss. Würde die im Körper produzierte Wärmemenge nicht nach außen abgegeben werden, würde der Körper überhitzen und man könnte an diesen Folgen sterben. Das Trinken wirkt dem erhöhten Flüssigkeitsverlust entgegen und kann dem Körper verloren gegangene Nährstoffe ersetzen.
Der Zeitpunkt des Trinkens ist eine nicht zu unterschätzende Variable. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass man tagsüber genug trinkt ( 1,5 – 3 Liter ) und man mit einem ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt die körperliche Belastung beginnt. Auch während der Belastung muss darauf geachtet werden regelmäßig in kleinen Abständen zu trinken. Als Warnsignal der Dehydrierung tritt ein Durstgefühl auf. In der Regel ist es dann schon zu spät und dieser Flüssigkeitsverlust kann nur schwerlich wieder kompensiert werden.

 
In den letzten Jahren wurde der Markt mit „innovativen“ Sportgetränken nahezu überschwemmt. Manche verleihen Energieschübe, dass man sogar den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske besteigen können soll.  

Das Ziel von Sportgetränken besteht vorrangig in der raschen Versorgung von Kohlenhydraten und Wasser für den Körper. Der Vorteil von isotonischen Sportgetränken besteht in der schnellen Verarbeitung im menschlichen Körper, ohne größere Verdauungsumwege. Die Anzahl der gelösten Teilchen im Getränk entspricht der Anzahl der gelösten Teilchen in den Flüssigkeiten des menschlichen Körpers. Daher die Bezeichnung iso = gleich. Allerdings ist die Zufuhr von Sportgetränken erst bei längeren Ausdauerleistungen von mehr als einer Stunde  sinnvoll. So lange dauert es mindestens, je nach Trainingszustand, bis die Kohlenhydratspeicher in kritische Regionen kommen und an die Erschöpfungsgrenze klopfen. Mit den Kohlenhydraten verhält es sich wie mit Benzin. Ist der Tank leer, geht nichts mehr. Deshalb ist es umso wichtiger, auch nach dem Sport daran zu denken, genug zu trinken.

Wie verhält es sich eigentlich mit dem Getränk, dass in Deutschland so häufig getrunken wird? Einige schwören auch auf ein alkoholfreies Bier nach dem Training. Es enthält Vitamine, Nährstoffe und vor allem Kohlenhydrate und kann für die Regeneration sehr förderlich sein. Wie auch bei alkoholischem Bier gilt hier der Grundsatz: alles in Maßen. Der Körper kann nur eine gewisse Menge an Kohlenhydraten und Nährstoffen aufnehmen. Alkohol ist reines Gift für den Organismus und sollte auf keinen Fall nach dem Training getrunken werden.

Hinsichtlich der Temperatur gibt es große interindividuelle Unterschiede. Tendenziell werden wärmere Getränke besser vertragen als kältere. Zu kalte Getränke können zu Durchfallerkrankungen und plötzlicher Magenentleerung führen und werden nicht von jedem vertragen. Grundsätzlich gilt: die Verträglichkeit verschiedener Getränke sollte jeweils in der Trainingsphase erprobt werden, um im Wettkampf böse Überraschungen zu vermeiden. Beeinflusst wird die Zuführmenge eines Getränks bekanntlich durch den Geschmack. Unter der Berücksichtigung einiger Faktoren gibt es genügend Auswahl an Getränken – und falls alle geschmacklichen Stricke reißen, kann man sich ja auch noch selbst etwas zusammenbrauen.

 

Text: Julian Zipp

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