
09.02.2011: Kletterzubehör

Kletterzubehör Kletterrucksack - Stauraum ist beim Klettern unverzichtbar. Egal ob für den Feierabend in der Kletterhalle, den Wochenendausflug im Klettergarten oder die nächsten alpinen Projekte – mindestens Kletterschuhe, Seil, Gurt und ein paar Karabiner sind im Kletterrucksack dabei. Für Tagestouren kommen noch Verpflegung, Wetterschutz und Notfallausrüstung dazu.
Gleichzeitig verlangt das Klettern höchste Bewegungsfreiheit. Wird mit Rucksack geklettert, fördern speziell entwickelte Kletterrucksäcke die Bewegungsfreiheit am Fels. Für das reine Sportklettern bieten sich dagegen großräumige Taschen an, in denen sich alles gut sortiert verstauen lässt. Häufig haben solche Rucksäcke große Reißverschlüsse, die den Zugang zum Inhalt vereinfachen. Die Entscheidung sollte also mit Blick auf den hauptsächlichen Einsatzbereich fallen – wird der Rucksack beim Klettern getragen, sollte er die Bewegungsfreiheit nur minimal einschränken. Manchen Modellen gelingt es, diese Ansprüche zu vereinen: Das spiegelt sich dann jedoch in der Regel auch im Preis.
Bleibt der Rucksack auch in der Wand auf dem Rücken, muss er in jedem Fall einige Kriterien erfüllen.Für die meisten Tagestouren genügen rund 30 Liter Fassungsvermögen, darin lässt sich in jedem Fall die Grundausrüstung verstauen. Ist mehr Platz nötig sollte immer klar sein: Mehr Platz bedeutet mehr Gepäck und damit mehr Gewicht. In diesem Fall ist weniger definitiv mehr und es lohnt sich, gut zu überlegen, was für die Tour wirklich notwendig ist. Ein zu schwerer Rucksack kann im Extremfall sogar zum Sicherheitsrisiko werden, weil er das Gleichgewicht, die Körperposition und die Ausdauer belastet. Gleichzeitig sollte der Rucksack selbst auch kein zu großes Eigengewicht haben. Es gibt Ultraleichtmodelle, die in der Regel etwas teurer sind, der Blick auf die Gewichtsangabe lohnt aber in jedem Fall. Ein guter Mittelwert sind bei 30 Litern etwa 1500 Gramm.
Ist der Rucksack deutlich größer als 30 Liter Fassungsvermögen, sollte unbedingt beachtet werden, dass er nicht über den Kopf hinaus ragt. Die Bewegungsfreiheit oben muss unbedingt gewährleistet bleiben, denn anders als beim Trekking verlangt das Bewegen in der Senkrechten häufiges nach oben Schauen, um die Route zu finden. Ein Rucksack, der direkt im Nacken sitzt, würde dann sehr stören.
Alle Rucksäcke, die im Outdoor-Bereich zum Einsatz kommen, sollten über ein gutes, stabilisierendes Tragesystem verfügen. Dazu gehören vielfältige Verstellmöglichkeiten, mit denen der Rucksack der Anatomie angepasst werden kann. Außerdem sind Brust- und Hüftgurt unverzichtbar. Beim Klettern kommen sich jedoch Hüftgurt und Klettergurt in die Quere – beide liegen an der Hüfte. Kletterrucksäcke sollten deshalb einen Hüftgurt haben, der bei Bedarf abgenommen werden kann, z.B. am Einstieg einer Route. Für den Abstieg wird er dann wieder ergänzt.
Darüber hinaus unterstützen Belüftungssysteme und Polsterungen an den besonders belasteten Stellen den Tragekomfort. Gerade beim Klettern sollte der Rucksack möglichst wenig zu spüren sein.
Für das reine Sportklettern, bei dem der Rucksack am Boden bleibt, bietet sich also ein Rucksack an, der Stauraum und Seilsack kombiniert und so den einfachen Transport der ganzen Ausrüstung ermöglicht. Kommt der Rucksack mit in die Wand, sollten im Interesse der Sicherheit, des Komforts und damit der Freude am Klettern die beschriebenen Kriterien erfüllt sein.