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15.12.2010: Knapper Sieg im Medaillenspiegel

Kanu WM in Duisburg

Die Kanu WM in Duisburg ist gerade zu Ende gegangen und wir blicken noch einmal zurück und stellen ihnen die Besonderheiten dieses Sports vor.

 

Die gerade zu Ende gegangene Kanu WM in Duisburg hat mit vielen Rekorden für Schlagzeilen gesorgt – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Neben den insgesamt 17.400 Zuschauern im Duisburger-Kanu Stadion, säumten über 100.000 Menschen den WM-Plaza. Die Ruhrstadt bekam sehr viel Lob für die Organisation und Ausführung der Weltmeisterschaften. Ulrich Feldhoff, Präsident des internationalen Kanuverbands analysierte auf der Abschlusspressekonferenz: „Besser kann man eine WM nicht planen. Besser kann man eine WM nicht durchführen.“ Mit viel Lob und Beifall wurden auch die deutschen Athleten überhäuft. Knapp haben die deutschen Kanuten im Medaillenspiegel den 1. Platz vor Ungarn belegt.

Für viele Menschen wirft die Terminologie des Kanusports viele Fragen auf. Kanu, Kajak und Canadier - was genau sind die Unterschiede?

Der Kanusport lässt sich grob in zwei Sparten einteilen. Der Kanurennsport, der 1936 in Berlin zum ersten Mal für Aufsehen sorgte. Sowie der Kanuslalom, der seit 1972 bei Olympia die Zuschauer mitfiebern lässt.
Beim Kanuslalom müssen die Kanuten im fließenden Wildwasser eine Strecke zurücklegen. Besondere Schwierigkeit hierbei: es müssen Tore fehlerfrei durchfahren werden, oftmals auch gegen starke Strömung. Wird ein Tor berührt oder verfehlt bzw. falsch herum durchfahren, bekommt der Athlet eine Strafzeit von 2s respektive 50s aufgebrummt. 

Seit 1970 werden die Weltmeisterschaften im Kanurennsport jedes Jahr ausgetragen. Die Athleten und Athletinnen messen ihre Kräfte in insgesamt 9 verschiedenen Disziplinen, über die 200m, die 500m und die 1000m Strecke. An den Start gehen die Boote als Einer, Zweier oder Vierer – gleichzusetzen mit der Anzahl an Personen im Boot. Das Ziel besteht darin, möglichst schnell die Distanz hinter sich zu bringen, ohne dabei die durch Bojen gekennzeichnete gerade Bahn zu verlassen.
Um einen möglichst reibungsfreien Widerstand im Wasser zu haben und schnellen Vortrieb zu garantieren, gelten die Boote heutzutage als Wunderwerke der Bootsarchitektur. Mit extrem leichten Materialen wie Kohlefaser oder anderen Kunststoffen wird versucht an Gewicht zu sparen. Zur Verdeutlichung: ein 11 Meter langes Vierer Kajak wiegt gerade einmal 30 Kilo.

 
Mit einer kleinen Abschlussfeier ging die Kanu WM zu Ende. Es waren auch Vertreter des nächsten Austragungsortes vor Ort. Den Kanadiern aus der Stadt Halifax wurde symbolisch eine Fahne der ICF
( International Canoe Federation ) überreicht.

Text: Julian Zipp

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