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05.01.2012: Sportportal sportalis

Jugend trainiert für Paralympics

Nach dem etablierten und erfolgreichen Programm Jugend trainiert für Olympia wurde im Jahr 2010 das Programm Jugend trainiert für Paralympics ins Leben gerufen.

Jugend trainiert für Olympia

Talentschmiede für Spitzensportler von morgen
Der Bundeswettbewerb der Schulen ‚Jugend trainiert für Olympia‘, kurz JTFO gilt in der heutigen Zeit mit mehr als 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als der weltweit größte Schulwettbewerb. Initiator dieser bundesweiten Veranstaltung war Ende der 1960er Jahre der damalige NOK-Präsident Willi Daume, zusammen mit Henri Nannen und der Zeitschrift „Stern“. Das gesamte Qualifikations- und Wettkampfsystem in den mittlerweile sechzehn Sportarten ist bundeseinheitlich, und die jeweiligen Landessieger sind für das Bundesfinale qualifiziert, das jährlich als eine Wochenveranstaltung in Berlin stattfindet. Hinzu kommen nochmals knapp ein Dutzend weitere Sportarten, die in Schulwettbewerben bis hin zu den Landessiegern ausgetragen werden, jedoch nicht beim Bundesfinale JTFO in Berlin mit dabei sind. Der Schulwettbewerb wird seit jeher auch von den Vereinen zur Talentsichtung genutzt. Durch eine enge Kooperation zwischen Schule und Verein sowie Verband werden talentierte Sportler frühzeitig entdeckt und können gezielt leistungssportlich gefördert werden. Im besten Falle bis hin in die Nationalmannschaften, wie beispielsweise im Schwimmen Franziska van Almsick und Michael Groß, oder im Tennis Boris Becker. Schirmherr ist traditionell der Bundespräsident.

Jugend trainiert für Paralympics – Eine Initiative des DBS

Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Dieses Pendent zu den Olympischen Spielen findet jeweils einige Wochen im Anschluss an die Sommer- sowie an die Winterspiele statt. Und analog zu dem Schulwettbewerb JTFO wurde im Jahre 2010 der Bundeswettbewerb Jugend trainiert für Paralympics, kurz JTFP ins Leben gerufen. Dem Deutschen Behindertensportverband DBS mit Sitz in Duisburg ist es gelungen, gemeinsam mit der Deutschen Schulsportstiftung im Juni 2010 das Bundesfinale Jugend trainiert für Paralympics als eine Pilotveranstaltung in der Sportschule Kamen-Kaiserau in Nordrhein-Westfalen zu organisieren. Vorausgegangen waren, so wie bei JTFO auch, einige Landesentscheide in den betreffenden Sportarten. Federführend für die gesamte Abwicklung war die Jugendorganisation des DBS, die Deutsche Behindertensportjugend.

Rasante Entwicklung bis zum zweiten Bundesfinale JTFP 2011 in Kienbaum

Dem erfolgreichen Start der ersten, 2010er Veranstaltung schloss sich unmittelbar der zweite Bundeswettbewerb an. Jugend trainiert für Paralympics bekam einen offiziellen Charakter und eine vergleichbare Qualifikations- und Wettkampfstruktur wie JTFO. Teilnahmeberechtigt sind seitdem Förderschulen mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung aus allen sechzehn Bundesländern. Das zweite Bundesfinale Jugend trainiert für Paralympics wurde vom 7. bis 10. Juni 2011 in der Sportschule Kienbaum bei Berlin veranstaltet, und das 2012er Bundesfinale ist auf den 10. bis 13. Mai terminiert, wiederum im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Am 2011er Bundeswettbewerb nahmen rund 230 Schülerinnen und Schüler aus dreizehn Bundesländern teil. Ausgetragen wurden die Sportarten Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Schwimmen und Tischtennis. Vom Jahre 2012 an soll JTFP gemeinsam mit JTFO unter dem Dach der Deutschen Schulsportstiftung stattfinden. Auf diese Weise sollen langfristig sowohl die Finanzierung als auch eine gleichgeschaltete Organisation beider bundesweiten Schulwettbewerbe gesichert werden. Und auch für Jugend trainiert für Paralympics hat der Bundespräsident die Schirmherrschaft übernommen.

Jugend trainiert für Paralympics – Die Paralympics-Teilnehmer von morgen

Im Grunde genommen soll es möglichst barrierefrei zugehen zwischen den beiden bundesweiten Schulwettbewerben JTFO und JTFP. Dass das zukünftig der Fall ist, und dass JTFP, so wie auch JTFO in den Anfangsjahren, noch wachsen muss, ist allen Beteiligten gleichermaßen bewusst. Die Ausschreibung für das 2012er Bundesfinale Jugend trainiert für Paralympics beinhaltet erneut den Start in den vier Sportarten Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Schwimmen und Tischtennis.
Zu einer Schulmannschaft können dieses Mal auch Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung gehören, die nicht eine der infrage kommenden Förderschulen besuchen. Und in den Bundesländern können Qualifikationswettbewerbe veranstaltet werden, da die Teilnehmerzahlen für das Bundesfinale begrenzt sind.
Die einzelnen Wettbewerbe innerhalb der Sportarten sind in insgesamt sechs Funktionsgruppen eingeteilt. Jede einzelne Funktionsgruppe legt für die betreffende Sportart fest, welche körperliche und motorische Beeinträchtigung zur Grundlage der Teilnahme gemacht wird. In den vier Sportarten werden zwei Wettkampfklassen ausgetragen, und zwar die WKI für die Geburtsjahrgänge 1994 und jünger, sowie die WKII für diejenigen 1997 und jünger. Durch die Zuordnung der Teilnehmer an Jugend trainiert für Paralympics zu den Funktionsgruppen, den Wettkampfklassen und den Wettkampfdisziplinen ergibt sich ein recht diversifiziertes mehrtägiges Turnierprogramm in allen vier Sportarten.
Wie beim Bundesfinale JTFO sind hier die ‚Scouts‘ von Vereinen und Verbänden ebenfalls als Zuschauer am Rande mit dabei, um auch bei Jugend trainiert für Paralympics die Talente zu sichten, die vielleicht schon an den nächsten oder übernächsten Paralympics für Deutschland starten können.

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