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14.03.2007: Skiverbände starten Kampagne

Helm empfohlen!

Die Sicherheit im Skifahren soll weiter verbessert werden. Deshalb raten die nationalen Skiverbände von Deutschland (DSV), Österreich (ÖSV) und der Schweiz (SSV): "Helm auf beim Pistenspaß!".

 

 

 

Bild: Photocase.com

 

Kinder besonders gefährdet

Mehr als 60.000 Deutsche verunglücken jährlich beim Wintersport. Die häufigsten Verletzungen treten an Armen und Beinen auf. Schwerwiegender jedoch sind mit über 10 Prozent die Verletzungen des Kopfes, bei Kindern liegt die Quote sogar bei 15 Prozent. Besonders die jüngeren Skifahrer, Kinder und Jugendliche sollten nach Empfehlung der drei Skiverbände möglichst immer mit Helm auf die Piste. Bei den jungen Skifahrern ist die Wachstumsfuge am Kopf noch nicht geschlossen, was bei einem Sturz ein zusätzliches Risiko birgt. „Durch eine Schädelhirnverletzung kann die Kontrolle über wichtige Körperfunktionen wie Bewegung oder Reaktion verloren gehen“, erklärt Achim Ebert, Geschäftsführer der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, „körperliche Betätigungen finden dann erst einmal in der Reha-Klinik statt.“ Doch soweit muss es nicht kommen.

Helm kann 85 % der schweren Kopfverletzungen verhindern

Durch das Tragen eines Helms können bis zu 85 Prozent der schweren Kopfverletzungen verhindert werden. Skihelme haben zwei Funktionen: Die harte Außenschale verhindert, dass Stockspitzen, Skikanten oder auch Äste eindringen, der Innenschaum funktioniert wie ein Stoßdämpfer. „Wichtig ist, dass der Helm der EU-Norm EN1077 entspricht, richtig sitzt und unbeschädigt ist", so Ebert, denn dann bietet er optimalen Schutz. Auch in punkto Komfort und Design blieben heute kaum noch Wünsche offen.
Norbert Höflacher von der Stiftung Sicherheit im Skisport (SiS) im Deutschen Skiverband stimmt zu: "Ein Helm sieht nicht nur cool aus, sondern ist für alle Skifans - egal ob jung oder alt, ob Anfänger oder Profi - ein sinnvoller und manchmal auch lebensrettender Eigenschutz".

Inzwischen tragen auch nicht mehr nur die alpinen Rennsportler Helme. In den vergangenen Jahren setzen immer mehr Freerider, Snowboarder, Telemarker und auch Pistenfahrer den Skihelm auf. Denn Gefahr droht nicht nur bei Rennfahrern und im unbefestigten Gelände, sondern eben auch beim ganz normalen Fahren. Auch bei Stürzen durch zu hohe Kurvengeschwindigkeiten und auf harter Kunstschneepiste lassen sich nach Ansicht der Skiverbände viele Verletzungen, wie Gehirnerschütterungen und Schürfwunden im Kopf- und Gesichtsbereich, vermeiden.

Helmpflicht?
Eine gesetzliche Helmpflicht wird es nach dem Willen von von DSV, ÖSV und SSV dennoch nicht geben. Vielmehr setzen die Verbände auf Bewusstseinstärkung und Eigenverantwortung durch gezielte Aufklärung und Information.


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