Du bist hier: sportalis Heidenheim  >  Artikel  >  Gesundes Golfen

15.12.2010: Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention informiert

Gesundes Golfen

Golfen hält gesund und unterstützt den Genesungsprozess. Das moderate Belastungsprofil bietet dem Gesundheitsmarkt eine Perspektive, der Öffentlichkeit präventive und rehabilitative Behandlungsformen zugänglich zu machen.

In einer aktuellen Studie wurden gesundheitliche Risikofaktoren Golf spielender Senioren mit denen nicht golfender Senioren verglichen. Ergebnis: ein geringeres Gesundheitsrisikoprofil ohne erhöhte Gefahr für den Haltungs- und Bewegungsapparat. Die Sportart Golf - einerseits mit einem Altersdurchschnitt von circa 50 Jahren und andererseits die allgemein hohe Inzidenz von Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule - gab Anlass, einen Primär-Präventionskurs ins Leben zu rufen.

Die Übungen aus dem Golfbereich zur Stabilisierung der Rumpfstrukturen sind dabei sowohl für Sport(wieder)einsteiger als auch für Sporttreibende gedacht, die gezielt Rückenbeschwerden aktiv vorbeugen möchten. Die Anforderungen werden durch den Leitfaden der Krankenkassen nach § 20 SGB und 2 SGB V vorgegeben. Aufgrund der mittlerweile breiten Anerkennung durch große Krankenkassen leisten auch die Versicherer einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Angebots der Primärprävention.

Der Bedarf an gesundheitsorientierten Angeboten im Golfsport wurde ebenfalls auf den Rehabilitationssektor ausgeweitet. Am Beispiel von Schlaganfall-Patienten werden in ausgewiesenen Therapiezentren, aber zunehmend auch in Golfclubs unter fachkundiger Aufsicht in einem mehrwöchigen Bewegungstraining die allgemeinen Reha-Sport-Ziele durch die Sportart Golf umgesetzt, um den ganzheitlichen Genesungsprozess (physisch, psychisch, psychosozial) zu unterstützen. Dieses ist insbesondere durch die integrierten Golfelemente gut möglich.

Es werden Fähigkeiten wie Gleichgewichtssinn, Koordination, Konzentration, Orientierungsfähigkeit, Gangfähigkeit und Kontakte zu anderen Betroffenen und Sportlern geschult. Zudem ist es ein Ziel, dass die Teilnehmer wieder Freude an der Bewegung erleben und somit Motivation zur lebenslangen Ausübung einer gesundheitsverträglichen und -fördernden Sportart erhalten.

Die geschilderten Präventions- und Rehabilitationsmodelle bieten sinnvolle Möglichkeiten, sportlich orientierte Therapieoptionen für ältere Menschen mit entsprechendem gesundheitlichem Risikoprofil bzw. bestehenden Erkrankungen über geeignete sportartspezifische Maßnahmen zu gestalten. In dem Sinne wird uns der Golfsport noch weitere Überraschungen bieten.

Dr. med. Holger Herwegen

(Der Autor arbeitet als niedergelassener Sportmediziner in Köln sowie als Vertretungs-Professor an der Fachhochschule Remagen. Der Chirurg und Sportwissenschaftler ist spezialisiert auf den Bereich der Haltungs- und Bewegungsdiagnostik und -therapie. Er ist Initiator der nationalen wissenschaftlichen Bestrebungen in der aufstrebenden Sportart Golf. Dr. med. Holger Herwegen ist Mitglied der DGSP.)

 

Text:

XmDaGiKWbqZFRYdcQC

Keep on writnig and chugging away!

von:Donte (26.07.2011 18:30) | Antwort
Bitte Beitrag eingeben:
Ihr Name    
Ihre Email    
Betreff 
Beitrag*
Kategorie auswählen

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Login                    Passwort