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12.03.2011: Video der Woche 15/07

Duell am Doppelholm

Anlässlich der Turn WM vom 29.08 bis 09.09.2007 in Stuttgart, präsentieren wir Euch im Video der Woche zwei legendäre Turnerinnen, die besondes das Turnen am Stufenbarren prägten.

 

 

 

 

Waren das zwei Schrauben oder drei? Doppelsalto oder dreifach Salto? Vom 29.08 – 09.09.2007 präsentieren die weltbesten Turnerinnen und Turner während der Turn-WM in Stuttgart Körperbeherrschung in Perfektion.

Turnvater Jahn würde aus dem Staunen kaum noch herauskommen...

...wenn er die Spitzenturner der Welt am Barren, Boden & Co durch die Luft wirbeln sähe. Immer spektakulärere Elemente mit mehrfach Schrauben und Salti gehören mittlerweile zum Standardprogramm. Nach und nach wurden die Geräte verändert und modernisiert, um dem wachsenden Potenzial des Turnens gerecht zu werden. Diese Veränderungen z.B.: federnder Schwingboden, Spann-Stufenbarren mit weiter Holmgasse ermöglichten die Weiterentwicklung der Techniken und Erfindung neuer Elemente.

 

Der Stufenbarren im Wandel der Zeit

1936 feierte der Stufenbarren erstmals in Berlin Olympisches Debüt als Frauengerät. Damals wurde ein Holm des "männlichen" Parallelbarrens hochgestellt. Eine Übung zeichnete sich durch viele Holmwechsel und gymnastisch Übergänge vom unteren zum oberen Holm aus. Auch statische Elemente gehörten damals zum Stufenbarrenturnen.

 
Mittlerweile hat sich der Stufenbarren zu einem völlig eigenen Sportgerät im weiblichen Gerätturnen weiterentwickelt.
Im Video der Woche haben wir zwei legendäre Turnerinnen gegenübergestellt, die die rasante Entwicklung des Gerätturnens bezeugen.

 
Das erste Video zeigt Olga Korbut während der Olympischen Spiele in München im Jahr 1972. Die damals siebzehnjährige, sowjetische Turnerin gewann bei den Gerätefinalen Gold am Schwebebalken und Boden, Silber am Stufenbarren und Gold in der Mannschaftswertung. „Der Spatz von Minsk“ kreierte den ersten Flick-Flack am oberen Holm avancierte schnell zum Publikumsliebling.


Der Spatz von Minsk

 

Im zweiten Video könnt ihr das Turnen am modernen Spannbarren bestaunen. Die beiden kreisrunden Holme sind elastisch und können auf einen Abstand von bis zu 1,80 auseinandergedreht werden. Dies ermöglicht ein wesentlich dynamischeres Turnen mit holmfernen Elementen. Die Techniken des heutigen Barrenturnens sind bis auf  die Holmwechsel identisch mit denen des Reckturnens bei den Männern.

 

Svtlana Chorkina gewann, neben zahlreichen WM und EM Titeln bei den olympischen Spielen 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney Olympisches Gold am Stufenbarren. 2004, bei den Olympischen Spielen in Athen, beendete die russische Turnerin mit einer Silbermedaille im Mehrkampf nach über 10 Jahren in der Weltspitze ihre aktive Turn-Karriere. Svetlana ist durchschnittlich 20 cm größer als ihre Konkurrentinnen. Aufgrund ihrer Ausdruckskraft und Eleganz wurde sie in den Medien oft als „die russische Turndiva“ bezeichnet.


Die russische Diva

Text: Jutta Kühle

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