07.10.2009: Beweglich- Video der Woche 23/07

Elegante Ästhetik durch außergewöhnliche Beweglichkeit – heute stellen wir Euch im Video der Woche die Sportart Rhythmische Sportgymnastik vor. Ballett, Krafttraining und Jonglage gehören zum täglichen Programm der Turnerinnen.
Die Rhythmische Sportgymnastik beschreibt das Turnen mit Handgeräten. Zu diesen Geräten zählen:
Seil, Reifen, Ball, Keulen, Band
Im Nachwuchsbereich werden auch Wettkämpfe ohne Handgerät ausgetragen.
Bei der Rhythmischen Sportgymnastik geht es darum, den technischen und künstlerischen Wert in einer Choreographie möglichst fehlerfrei zu präsentieren. Im Zusammenspiel mit dem Handgerät gilt es, eine Harmonische Choreographie mit den geforderten Schwierigkeitselementen darzubieten.
Die Kür wird auf einer 13m mal 13m großen Bodenfläche geturnt im Einklang mit instrumenteller Musik.
Im Leistungsbereich werden Einzel- und Gruppenwettkämpfe ausgetragen. Die Einzelturnerinnen bestreiten einen Vierkampf und die einzelnen Gerätefinale. Von den fünf Disziplinen dürfen sich die Gymnastinnen drei aussuchen. Bei den Gruppenwettkämpfen bilden jeweils fünf Gymnastinnen eine Mannschaft. Insgesamt werden pro Mannschaft zwei Übungen absolviert- eine mit gleichen Handgeräten und eine mit verschiedenen Handgeräten (maximal drei unterschiedliche). Eine Übung von Einzelgymnastinnen darf maximal 1:30 min dauern, die Gruppenübung maximal 2:30 min.
Training:
Rhythmische Sportgymnastik ist die leistungsorientierte Form der Wettkampfgymnastik. Der Sport stellt hohe Anforderungen an alle koordinativen Fähigkeiten (Reaktionsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit). Des Weiteren spielt vor allem die Ausbildung von Beweglichkeit eine besondere Rolle.
Zu den weitern Trainingsinhalten zählen Tanz, Balletteinheiten und die Ausbildung von Körpertechniken. Gerätetechniken sowie Jonglagetraining sind weitere Bausteine des Trainings.
Bewertung:
Der Endwert setzt sich aus zwei Teilnoten zusammen: maximal zehn Punkt für den technischen Wert/Choreographie und zehn Punkte für die Ausführung/künstlerischen Wert. zusammen. Maximal 20 Punkte können erreicht werden.
Laut des weltweiten Dachverbands Federation Internationale de Gymnastique müssen in einer Choreographie Schwierigkeitselemente folgender Anforderungsgruppen gezeigt werden.
- Sprünge
- Stände
- Pirouette
- Beweglichkeitselemente
- Gleichgewichtsfiguren
Die Rhythmische Sportgymnastik ist ein Turnsport und somit in Deutschland dem Deutschen Turner Bund zugeordnet.
Seit 1963 werden alle zwei Jahre Weltmeisterschaften ausgetragen. Olympisches Debüt feierte die RSG 1984 in Los Angeles. Olympische Gruppen-Wettkämpfe wurden erstmals 1996 in Atlanta ausgetragen.
Text: Jutta Kühle