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20.03.2007: Laufrhythmus wird von Musik beeinflusst

Die richtige Musik

(ddp). Mit Musik im Ohr macht das Joggen gleich viel mehr Spaß: Die Lieder verbreiten gute Laune und helfen beim Abschalten. Da der Rhythmus der Musik auch einen Einfluss auf das Lauttempo haben kann, sollten Sportler die Songs mit Bedacht auswählen.

«Die Musik muss immer zur Bewegung passen und man sollte sich auf sie einlassen», sagt Professor Wolfgang Tiedt, Leiter des Instituts für Tanz und Bewegungskultur an der Sporthochschule Köln. «Beim Joggen ist eine leichte, luftige Musik ideal. Damit wird auch die Dynamik und die Bewegung weg vom Boden unterstrichen», betont der Experte.

Ideal zum Laufen seien Swingmusik und Sambarhythmen, aber auch schnellerer Pop. «Ein gutes Beispiel ist 'Sultans of Swing' von den Dire Straits», so Tiedt.

Wer seine Lieblingsmusik auf Lauftauglichkeit überprüfen möchte, sollte die Taktschläge pro Minute zählen. «Gut fürs Joggen sind 140 bis 150 Schläge pro Minute», erläutert Tiedt. Allerdings sollte die Musik keinen gleichförmigen, monotonen Rhythmus haben, da auch die Laufbewegung nicht statisch ist. «Techno ist zum Joggen eigentlich ungeeignet, weil diese Musik dem Laufen als eine lebendige Bewegung nicht entspricht«, unterstreicht der Wissenschaftler.

Doch nicht nur die passende Musik ist wichtig. Auch das Abspielgerät sollte fürs Joggen geeignet sein. MP3-Player verprechen Musik nahezu ohne Aussetzer. «Bei ihnen ist jedoch das Speichermedium entscheidend», erklärt Michael Wolf von der Stiftung Warentest in Berlin. «Ein Gerät mit Festplatte ist recht stoßempfindlich und kann beim Herunterfallen kaputtgehen. Zum Joggen ist es deshalb nicht so gut geeignet.» Der Test-Redakteur rät deshalb zu den robusteren Playern mit einem so genannten Flashspeicher.

Jogger müssten nicht unbedingt zu einem besonders teuren Gerät greifen: «Hochpreisigere Produkte haben meist mehr Speicher und ein größeres Display, auf dem man durch die gespeicherten Songs besser navigieren kann», betont Wolf. "Wer seinen Player wirklich nur beim Laufen nutzt, wird beides vielleicht nicht so wichtig finden.» Bei der Klangqualität seien die meisten MP3-Player recht ähnlich. «Bei unseren Test hat sich gezeigt, dass die größten Unterschiede beim Klang nicht von den Playern selbst, sondern von den mitgelieferten Kopfhörern abhängen.»

Eher zweite Wahl zum Joggen sind, allein wegen der Größe und des Gewichts, CD- oder Cassettenspieler. Wer trotzdem auf sie setzt, sollte darauf achten, dass sie stoßsicher konstruiert sind - was meist am Zusatz «Shockproof» zu erkennen ist. «Ein CD-Laufwerk ist durch Erschütterungen leicht aus dem Takt zu bringen, darum benötigt es beim Joggen einen möglichst großen Pufferspeicher - sonst kann es zu Aussetzern kommen», sagt Wolf.

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