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25.09.2011: Sportvideo - Der Kran von Schifferstadt

"Der Kran von Schifferstadt" - Wilfried Dietrich

Die Ringer-EM 2011 ging am 3. April in Dortmund in ihre Endrunde. Der deutsche Ringer Jan Fischer verpasste es ganz knapp, das Minimalziel zu erreichen und die dritte Medaille für den Deutschen Ringerbund zu ergattern. Auch wenn die deutschen Ringer ansonsten sehr erfolgreich sind, kann keiner den legendärsten Schulterwurf des "Kran von Schifferstadt“ übertreffen.

"Der Kran von Schifferstadt"

Wilfried Dietrich, der auch unter dem Spitznamen „Der Kran von Schifferstadt“ bekannt ist,  ist am 14. Oktober 1933 in Schifferstadt geboren. Von 1951 bis 1977 hat "der Kran von Schifferstadt" insgesamt 30 Deutsche Meisterschaften und weitere Medaillen bei diversen Welt- und Europameisterschaften in den Gewichtsklassen von 87 bis 100 Kilogramm gewonnen. Nicht nur bei den Olympischen Spielen in Rom konnte er sich mit Gold und Silber im Freistil und griechisch-römischen Stil rühmen. Besonders im Jahre 1972 sorgte Dietrich als „der Kran von Schifferstadt“ bei den Olympischen Spielen in München für eine Sensation. Damals und auch heute noch versetzt sein berühmter Schulterwurf mit dem 200 Kilogramm schweren Ringer Chris Taylor die Welt ins Staunen, und das in der Gewichtsklasse Superschwergewicht!

Legendärer Wurf des "Kran von Schifferstadt" - Wilfried Dietrich

Nachdem Wilfried Dietrich 1977 seiner Sportkarriere nach einigen Misserfolgen im Catchen und einer Knieverletzung ein Ende setzte, zog sich der Ringer des Jahrhunderts in Südafrika zurück, wo er am 2. Juni 1992 im Alter von 58 Jahren einem Herzinfarkt erlag. Aufgrund seiner inter-/ nationalen Erfolge bedankte sich die Stadt Schifferstadt bei Dietrich mit der Ehrenbürgerschaft. 

Die Ringer-EM 2011 in Deutschland

Vom 29. März bis 3. April fand die Ringer-EM 2011 in Dortmund statt. Zwar konnten die deutschen Ringer Saba Bolaghi vom RWG Mömbris-Königshofen in der Gewichtsklasse (66 Kilogramm) und Yvonne Englich vom RSV Hansa 90 Frankfurt an der Oder (67 Kilogramm) zweimal Bronze für Deutschland holen, aber für das ursprüngliche Minimalziel des Deutschen Ringerbundes hat es leider nicht gereicht. Jan Fischer vom KSV Köllerbach verpasste es am Samstag knapp im griechisch-römischen Stil (84 Kilogramm), die dritte deutsche Bronzemedaille zu erringen. Es wird mal wieder deutlich, dass kein deutscher Ringer an den erfolgreichsten Schulterwerfer Deutschlands Wilfried Dietrich herankommt.

Stile des Ringens: Freistil und griechisch-römischer Stil

Ringen ist eine Kampfsportart, die schon in der Antike ausgeübt wurde, wobei sich zwei Ringer ohne Waffen bekämpfen. Das Ziel ist, den Gegner aus dem Stand mit beiden Schultern auf den Boden zu zwingen. Es wird zwischen Freistil und griechisch-römischen Stil unterschieden. Beim Freistil-Ringen darf der gesamte Körper des gegnerischen Ringers angegriffen werden, wohingegen beim klassischen Ringen, dem griechisch-römischen Stil, nur der Oberkörper als Angriffsfläche gilt. Verboten sind generell natürlich unfaire Handlungen wie Würgen, Schlagen oder Treten.

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