09.02.2011: Szenen aus dem Bereich Kurioses

Auch Sportler sind nur Menschen. Doch wenn sie ihren Bedürfnissen während eines Spiels nachgehen müssen, bleibt das dem Auge der Zuschauer und Kameras meist nicht verborgen. Geschickt getarnt, überspielt oder völlig unverschleiert.
Ob Jens Lehmann, Paul Gothard, Gary Lineker oder David Beckham. Sie alle hat es schon erwischt. Ein Malheur während eines Fußballspiels. Ob man den Schiri mitten im Spiel mal nach einer Pinkelpause bitten kann? Wahrscheinlich eher nicht. Vielleicht wäre dies für den einen oder anderen aber die stilvollere Alternative gewesen. Wie elegant, oder nicht, manch einer diese Situation gelöst hat, zeigen wir euch in den Videoclips.
2009 gönnte sich der damalige Stuttgarter Keeper Jens Lehmann während eines Spiels eine kurze Pause hinter der Bande. Tagelang rätselte die Medienlandschaft Deutschlands über diese Szene und war sich sicher: Lehmann hat eine Pinkelpause eingelegt. Lehmann löste irgendwann selbst die Szene auf: "Ich bin erstaunt, dass die Kamera nicht alles enthüllt hat. Ich war in dem Moment nämlich tatsächlich ganz entblößt. Ich habe einen Tiefschutz aus Plastik. Und da stimmte etwas nicht. Danach konnte ich mich definitiv leichter bewegen."
Einen anderen Ausweg suchte bei der Klub WM 2009 Aucklands Torwart Paul Gothard. Dieser ging im Spiel um Platz 5 kurz auf die Knie, nestelte an seiner Hose herum und schaute unschuldig nach vorne. Im Anschluss an das Spiel bestritt er, das getan zu haben, was alle in dieser Szene dachten. Bildet euch eure eigene Meinung hier im Video.
Seinen Unglücksfall vertuschen konnte jahrelang Gary Lineker. Wahrscheinlich wäre es auch für immer so geblieben, hätte Lineker Anfang Dezember in einem Radio-Interview nicht zugegeben in die Hose gemacht zu haben. Dies geschah bei der WM 1990 im Spiel der Engländer gegen Irland. Der Stürmer war trotz Magenproblemen aufgelaufen und machte sich prompt in die Hose. Nach der unfreiwilligen Erleichterung saß er mit verzerrtem Gesicht auf dem Boden, wühlte sich in der Hose und rutsche auf dem Rasen umher. Beim anschließenden Angriff nutzte er das Grün, um die letzten Reste abzuwischen. Lineker selbst nimmt sein Missgeschick gut 20 Jahre später mit Humor. Er sagte im Interview: "Ich hatte Glück, dass es an dem Abend geregnet hat. Außerdem hatte ich noch nie soviel Platz auf dem Spielfeld wie an diesem Abend“.
Am Ende war es Lineker, der zum 1:1 Endstand in diesem Spiel traf.
Ein anderer englischer Superstar konnte seine Übelkeitattacke bei der WM 2006 nicht so gut verschleiern. Stilikone David Beckham übergab sich gleich mehrfach beim Spiel in Stuttgart gegen Ecuador. Bei Temperaturen weit über 30 C° erklärte er: " Ich habe mich schon vor der Begegnung nicht wohlgefühlt, aber gedacht, dass es nicht Schlimmes ist. In der ersten Hlabzeit lief alles gut, aber in der zweiten Halbzeit wurde mir richtig übel."
Auch hier kurios – die Engländer spielten zum Davonlaufen schlecht und konnten nur durch ein Freistoßtor von Beckham in der zweiten Halbzeit gewinnen.
Text: Philipp Kummer